Mutterschutz und Elternzeit

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Mutterschutz und Elternzeit

      Was ändert sich ab Januar 2017 – Was könntest Du ändern

      Mutterschutz und Elternzeit


      Mutterschutz für Schülerinnen und Studentinnen:
      Ab dem 1. Januar gilt der Mutterschutz erstmals nun auch für sie.
      Im Vergleich zu "festangestellten" AN rinnen haben Schülerinnen und Studentinnen allerdings die Wahl,
      ob sie in den Mutterschutz gehen oder nicht.
      Das bedeutet, dass sie nicht verpflichtet sind, Klausuren und Hausarbeiten zu schreiben.

      Kündigungsschutz nach Fehlgeburt:
      Die sowohl von Ärzten als auch Betroffenen immer wieder als unzumutbar kritisierte Regelung,
      dass der Kündigungsschutz bei einer Fehlgeburt ab der zwölften Schwangerschaftswoche nur gilt,
      wenn der Fötus bereits mehr als 500 Gramm wog, ist aufgehoben.

      Arbeitsverbote nicht mehr zwingend:
      Berufe, die Mutter und Kind während der Schwangerschaft potenziell gefährden könnten,
      dürfen künftig weiterhin ausgeübt werden - wenn die Frau das ausdrücklich will
      und entsprechende Arbeitsschutzmaßnahmen eingehalten werden.
      In derVergangenheit wurden gerade in den Bereichen Pflege und Gesundheitswesen
      oftmals vorsorgliche Beschäftigungsverbote ausgesprochen, obwohl aus
      Sicht der Betroffenen gar kein erhöhtes Risiko bestand.

      Sonn- und Feiertagsarbeit:
      Arbeiten während der Nachtschicht bleibt für Schwangere verboten.
      Doch im Spätdienst bis 22 Uhr dürfen sie eingesetzt werden, wenn sie selbst
      zustimmen und eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vorlegen.
      Auch das Sonn- und Feiertagsarbeitsverbot wird gelockert.
      Bisher waren nur einige wenige Berufe wie etwa Krankenschwester oder Gastwirtin
      vom Verbot der Sonntagsarbeit ausgenommen.
      Künftig können Schwangere in allen Branchen, in denen Sonntagsarbeit gängig ist,
      auch am Wochenende ihrem Beruf nachgehen.
      Voraussetzung ist, dass sie das freiwillig tun und nicht allein im Dienst sind.

      Mutterschutz nach der Geburt eines behinderten Kindes:
      Bringt eine Mutter ein behindertes Kind zur Welt, wird die gängige Schutzfrist
      eines achtwöchigen Beschäftigungsverbots nach der Geburt auf zwölf
      Wochen ausgedehnt.
      Damit will der Gesetzgeber der Tatsache Rechnung tragen, dass die Eltern in solchen Fällen
      besonderen Belastungen ausgesetzt sind.
      Bisher galt die Fristverlängerung nur bei Mehrlingsgeburten.

      Selbstständige, Richterinnen, Beamtinnen und Soldatinnen weiter außen vor:
      Für Beamtinnen, Richterinnen und Soldatinnen gelten für den Mutterschutz weiterhin gesonderte Rechtsverordnungen.
      Auch Selbstständige und (Geschäftsführerinnen bleiben von dem neuen Mutterschutzgesetz weiterhin unberücksichtigt.


      Fundquelle: Auszug – „ALLER-Zeitung“ (Gifhorn/Wolfsburg) Dezember 2016